musica eintracht hachen
Die Geschichte der letzten 125 Jahre
Inhaltsverzeichnis
Streiflichter der Vergangenheit
Am 5. März 1884 trafen sich im Gasthof Westphal (heute Englisch) elf sangesfreudige Männer aus Hachen, um einen Gesangverein zu gründen. Diese Männer der ersten Stunde waren Clemens Ricke, Ernst Westphal, Johann Henke, Josef Tolle, Fritz König, Heinrich und Ferdinand Schirp, Theodor Simon, C. Güll, Franz Coerschulte und JosefRicke. Aus ihrer Mitte wählten sie einen dreiköpfigen provisorischen Vorstand, der neben der Vereinsführung mit der Ausarbeitung der Statuten beauftragt und im Juli 1884 von einem definitiven Vorstandsgremium abgelöst wurde. In den überarbeiteten Statuten von 1910 wurde der Sinn des Vereins folgendermaßen beschrieben: "§ 1. Zweck des Vereins ist, den Gesang zu hegen und zu pflegen, bildend und belebend auf die Mitglieder einzuwirken."
Entsprechend anspruchsvoll gestaltete sich auch das Aufnahmeverfahren für interessierte Bewerber. Sie mussten mindestens 18 Jahre alt sein und unbescholten sein und sich mündlich oder schriftlich beim Vorstand bewerben. Die Aufnahme erfolgte durch Ballotage, d. h. zwei Drittel der Mitglieder mussten sich durch die Abgabe weißer (ja) Kugeln oder Würfel für den Kandidaten aussprechen oder seinen Eintritt durch eine entsprechende Anzahl schwarzer (nein) blockieren. Über die aktive oder passive Mitgliedschaft des Bewerbers entschied allein der Dirigent nach einem Probe singen. Letztendlich war ein Eintrittsgeld von drei Mark sofort nach der Aufnahme zu entrichten, wobei anzumerken ist, dass der durchschnittliche Stundenlohn eines Gemeindearbeiters im Jahre 1911 bei 35 Pfg. lag. Alle diese Hindernisse zum Vereinseintritt wurden im Laufe der Zeit abgebaut. Kurz nach dem 1. Weltkrieg entfielen nacheinander die Ballotage und die Altersbegrenzung, nach 1945 auch das Eintrittsgeld und die Einstufung durch den Dirigenten.
Die Gründung des Vereins
Hatte man früher alle Hürden auf dem Wege zur Mitgliedschaft genommen, durfte man der Fürsorge durch den Verein sicher sein. Diese erstreckte sich in den Anfangsjahren auf das Seelenheil, denn beim Tode eines Mitgliedes ließ man eine Messe lesen und erwies ihm - wie auch heute noch üblich - die letzte Ehre mit einem klingenden Abschiedsgruß.  Die Sorge des Vereins für seine Mitglieder und deren Familien wurde im Jahre 1906 entscheidend erweitert durch die Einrichtung der Sterbekasse. Heute besitzt sie sicher nicht mehr die ursprüngliche Bedeutung, aber früher stellte sie eine nicht zu unterschätzende materielle Hilfe für die Hinterbliebenen dar und brachte überdies das Zusammengehörigkeits- gefühl und die Verantwortung füreinander zum Ausdruck.  Dies zeigte sich auch in den beiden Weltkriegen. Von 1914 - 1918 wurden alle Kriegsteilnehmer des Vereins versichert, und von 1939 an bekam jedes Mitglied, das Soldat war, zu Weihnachten ein "Liebesgabenpäckchen"  von seinen Sangesbrüdern geschickt.  In gleicher Weise bedachte man bis in die 50er-Jahre hinein die Kriegsgefangenen.  Zum Glück haben wir heute bessere Zeiten und können unser Zusammengehörigkeitsgefühl auf andere Art zeigen, denn wie immer in den 125 Jahren der Vereinsgeschichte bekommen die Mitglieder bei besonderen Anlässen ein Ständchen gebracht, eine klingende Gratulation.
Fürsorge des Vereins
Im Gegenzug für seine Fürsorge durfte der Verein von seinen Mitgliedern auch ein bestimmtes Verhalten erwarten, um den reibungslosen Ablauf des Vereinslebens und den guten Ruf zu sichern.  So verpflichteten die Statuten die Sänger zu pünktlichem und regelmäßigem  Erscheinen bei den Proben und Versammlungen.  Der satzungsgemäßen Bestrafung konnte man nur durch rechtzeitige Entschuldigung  entgehen. In Fällen groben Fehlverhaltens konnte mit 2/3-Mehrheit der Vereinsausschluss  durch die Hauptversammlung ausgesprochen werden.   Das geschah nach den Protokollberichten nur ein einziges Mal, traf jedoch zugleich drei Mitglieder. Sie wurden 1910 ausgeschlossen, weil sie als Restaurateure auf dem 25. Jubelfest des Vereins im Jahre 1909 ein Fässchen Bier nicht abgerechnet hatten und sich weigerten, Ersatz zu leisten.   Einen Ausschluss konnte allerdings auch derjenige heraufbeschwören, der an vier aufeinander folgenden Gesangsübungen ohne Entschuldigung fehlte. Zur Annahme von Entschuldigungen und zur Regelung kleiner Satzungsverstöße wurde bereits 1884 die so genannte "Verdonnerungskommission" eingesetzt, die -jährlich neu gewählt- bis 1921 wirkte und befugt war, "über die Strafhaltigkeit der Entschuldigungen zu entscheiden, resp. die Fehlenden in die dem Statut gemäße Strafe zu nehmen". (Prot. Juli 1884).  So streng wie damals wird heute nicht mehr auf die Vereinsdisziplin gepocht, aber im Grunde genommen wird doch das gleiche Verhalten erwartet, auch wenn jetzt allerdings mehr Wert auf die Einsicht und die freiwillige Bereitschaft der Sänger gelegt wird.
Vereinsdisziplin
Der Verein wurde - wie schon erwähnt - im Gasthof Westphal gegründet, wo auch die ersten Proben und monatlichen Hauptversammlungen stattfanden.  Während Veranstaltungen mit stärkerer Mitglieder- oder Publikumsbeteiligung weiterhin dort abgehalten wurden, verlegte man bereits im Herbst 1884 die Proben in private Räumlichkeiten, "in welchen keine geistigen Getränke verabfolgt wurden". (Prot. akt. 1884).  Ab 1886 wurden die Proben über einen längeren Zeitraum in der Schule durchgeführt, wobei ein Vereinsmitglied gegen Bezahlung für das Heizen und Reinigen des Proberaumes sowie die Bereitstellung der Petroleumlampen Sorge zu tragen hatte, denn erst ab 1911 gab es elektrisches Licht in Hachen.  Etwa um die Jahrhundertwende kehrte man dann auch zu den Proben wieder  in das Vereinslokal zurück. Dort blieben die Sänger bis 1933, obwohl schon viel  früher Klagen über die gedrungenen Proberäumlichkeiten geführt worden waren.  Ein Wechsel wurde zwar in Erwägung gezogen, aber nicht verwirklicht, weil der Vereinswirt Westphal Ausbaupläne hegte, die aus verschiedenen Gründen jedoch nicht verwirklicht werden konnten.  Das führte 1933 schließlich zum Wechsel in die Gaststätte Lohmann am Bahnhof.  Dem neuen Vereinswirt Fritz Lohmann, der ebenso wie vorher Ernst Westphal aktiv Sänger war, folgte der Verein nach dem Kriege in den Röhrtaler Hof. Als 1970  die Gaststätte ausbrannte und Lohmann nach harten Schicksalsschlägen seinen  Beruf aufgab, schloss sich der Kreis wieder, denn nach einer Übergangszeit in der  Schule kam man 1973 wieder zum Gasthaus Westphal zurück. Dieses wurde inzwischen  von der Familie Englisch bewirtschaftet, die auch die Gesellschaftsräume ausbaute,  so dass die Sänger heute über ein geeignetes Probelokal verfügen.
Probelokale
Erster Dirigent des neu gegründeten Vereins war Ferdinand Deutenberg,der jedoch schon nach  wenigen Monaten vom damaligen Vereinsvorsitzenden Johann Henke abgelöst wurde. Dieser  hatte das Amt mit einigen Unterbrechungen bis über die Jahrhundertwende sozusagen als  Zwischen-lösung inne, denn er wechselte sich in der musikalischen Leitung mit dem Lehrer  Düppen (1892), Lehrer Lembert (1893), Herrn Söllner (1895) und Lehrer Abel (1898-1902) ab.  Versetzungen der als Dirigenten tätigen Lehrer Abel und Bäcker verhinderten ein längerfristiges  musikalisches Wirken. Dies stellte sich erst mit dem Hachener Lehrer Franz Mische ein, der das  Dirigat von 1908 bis 1925 ausübte. Nach einem Übergangsjahr mit Lehrer Anton Klauke setzte  die Sängerschar auf einen ihrer eigenen Aktiven, den jungen Clemes Tolle, der von 1927 an den  MGV Eintracht Hachen dirigierte. Als Dirigent und Klavierspieler Autodidakt, vervollständigte Clemens Tolle seine Fähigkeiten  jedoch bei zwei berühmten Komponisten unserer sauerländischen Heimat, bei Clemens Pröpper  und Georg Nellius. Mit Tolle begann eine fast 50-jährige Zusammenarbeit, in der er seine  Qualitäten als Chorleiter weiterentwickelte und den Chor zu einem der besten und beständigsten  des Sängerkreises formte. Zu seinen unbestrittenen Verdiensten gehörten die liebevolle Pflege des  sauerländischen Liedgutes, ein glückliches Erbe der Verbindung zu Nellius, und seine großartigen Erfolge auf zahlreichen Gesangswettstreiten, bei denen er mit seinen Sängern oft alle zu  vergebenden Preise erringen konnte. Dies war zu einem gehörigen Teil seinem hervorragenden  Interpretationsvermögen des jeweiligen Liedgutes zuzuschreiben. Auf offizielle Ehren und Titel,  wie dem eines Meisterchores, legte Clemens Tolle wenig Wert, stand aber derart dekorierten  Chören mit seinen Hachener Sängern nicht nach. Über die Grenzen der Heimat hinaus bekannt  wurde der MGV Eintracht Hachen, als er gemeinsam mit Cäcilia Sundern unter der Leitung von  Clemens Tolle in den 60er Jahren dem damaligen Bundespräsidenten Dr. Heinrich Lübke  jährlich ein Geburtstagsständchen über den Rundfunk zu Gehör brachte. 1974 legte Tolle sein Amt nieder und übergab den Taktstock an Heinz Niehaus.  Der gebürtige Münsterländer, Kantor von St. Petri in Hüsten, konnte auf einem soliden  Fundament bei den rund 60 Sängern aufbauen. Auch ihn zeichnete ein hervorragendes  Gestaltungsvermögen aus, so dass der Männerchor weiterhin zu den führenden Chören des  Sängerkreises gezählt werden konnte. Als langjähriger Kreischorleiter, dem die Hebung des  Niveaus der heimischen Chöre besonders am Herzen lag, strebte er mit den Hachener Sängern  den Titel eines Meisterchores an. Über das Kreisleistungssingen 1978 und das  Bezirksleistungssingen im Jahre 1979 wurde die Zulassung zum Meisterchorsingen am 4.5. 1980  in Neheim erworben. Vor heimischem Publikum stellte Heinz Niehaus die Leistungsfähigkeit des  Männerchores eindrucksvoll unter Beweis und erzielte mit vier makellosen "Einsern" die beste  aller Bewertungen. In den Jahren 1985 und 1992 konnte der Titel erfolgreich verteidigt werden.  Im Frühjahr des Jahres 1994 trat Heinz Niehaus aus gesundheitlichen Gründen zurück.  Der Chor konnte nach der Sommerpause Kantor Alfons Senft als Chorleiter gewinnen.  Unter der Leitung von Alfons Senft errang der Männerchor 1997 und 2002 nochmals den Titel  "Meisterchor", der somit insgesamt 5-mal errungen wurde. Unter der Leitung von Alfons Senft  hat sich der Chor durch zahlreiche Konzerte in Hachen und an anderen Orten einen Namen  gemacht. Alfons Senft legte großen Wert auf die Erarbeitung und Aufführung von Werken des  Rumbecker Komponisten Georg Nellius, der zahlreiche Texte im "Sauerländer Platt" vertonte. So  bleiben neben den vielen großartigen Auftritten des Chores unter Alfons Senft die Aufführungen  der "Duitsken Misse" in besonderer Erinnerung. Nachdem die äußerst erfolgreiche Zusammenarbeit mit Alfons Senft Ende des Jahre 2008  beendet wurde, konnte der Chor die junge Chorleiterin Oksana Kilian verpflichten.  Ein großartiges Konzert mit dem Titel “Slawische Nacht” mit Solistinnen aus Ihrer Heimatstadt  Smolensk markierte einen Höhepunkt der Hachener Chorkonzerte. Diese Zusammenarbeit wärte  allerdings nur bis zum Ende des Jahre 2010. Ab April 2011 ist es gelungen den Kantor der kath. Kirchengemeinde St. Johannes Neheim, Herrn Chordirektor Hartmut Diehl für die Leitung des Chores ( inzwischen um einen gemischten Chor  erweitert) zu gewinnen.
Dirigenten
Die tiefe Religiosität der Vereinsmitglieder und ihre Heimatverbundenheit führten in den Anfangsjahren zu Aktivitäten, die für uns heute fast unvorstellbar sind. So beschlossen die Mitglieder im Jahre 1886, eine Christophorusstatue anfertigen zu lassen, die am 21.11. 1887 (Maria Opferung) an der Röhrbrücke aufgestellt wurde. Die dazu erforderlichen 400 Mark brachten die Sänger durch Sammlungen, Theateraufführungen, Verlosungen sowie Spenden auf. Einige Jahre später umzäunte man die Statue mit einem schmiedeeisernen Geländer, das ähnlich finanziert wurde.  Bereits 1895 nahmen die Sänger eine weitere Bürde auf sich, als sie der neuen Enkhauser Pfarrkirche ein Chorfenster stifteten, das die Heilige Elisabeth und die Heilige Agatha zeigt. Noch heute kann man das eindrucksvolle Fenster mit der Widmung bewundern, das gute 800 Mark kostete. Innerhalb von zwei Jahren brachten die Sänger unter Verzicht auf jegliche Teilnahme an Sängerfesten diesen Betrag auf und steuerten den gesamten Bestand der Vereinskasse dazu bei. Von 1902 bis 1909 zweigte die Sängerschar einen Teil ihrer Theaterspielerlöse ab, um sich an der Finanzierung der neuen Orgel in der Hachener Kapelle zu beteiligen. Und als 1927/28 die Orgelbühne erweitert wurde, arbeiteten die Sänger nicht nur aktiv daran mit, sondern verwendeten auch das gesamte Barvermögen des Vereins zu diesem Zweck. Außerdem wurde die Hachener Kapelle in den Statuten von 1910 als Erbe des Vereinsvermögens eingesetzt. Zu allen Zeiten der Vereinsgeschichte pflegte man ein gutes Verhältnis mit den jeweiligen Geistlichen aus Enkhausen oder Hachen, von denen viele zum Ehrenpräses ernannt wurden. Bei Jubiläen oder kirchlichen Festen konnten die Geistlichen zu allen Zeiten und auch heute noch auf die Mitwirkung des Chores bauen.
Rolle des Vereins im kirchlichen Leben
In einer Zeit eingeschränkter Mobilität stellten dörfliche Feste oft die einzigen Freizeit- und Unterhaltungsangebote dar, die zudem noch einer polizeilichen Genehmigung bedurften.  Der Männerchor konnte es sich als besonderen Verdienst anrechnen,  herausragender Vertreter des kulturellen Wirkens im Dorf zu sein.  Diesen Ruf begründete in erster Linie das in der Bevölkerung allseits beliebte  Theaterspiel, denn innerhalb der Sängerschar gab es stets eine ganze Reihe  hervorragender Darsteller.  Ihr Repertoire war weit gefächert und spannte sich vom mundartlichen Luststück über Singspiele bis hin zur Passionsaufführung. Bereits 1885 führten die Sänger ihr erstes Stück auf, und es folgten z. T. zwei Theaterdarbietungen jährlich, bis aufgrund des veränderten Freizeitverhaltens diese Tradition in den 50er Jahren aufgegeben wurde. Neben Konzerten bot die Sängerschar ihren Angehörigen und Freunden eine Reihe weiterer Veranstaltungen, die zum Teil auch der gesamten Bevölkerung zugänglich waren: Bälle, Fastnachtsfeiern mit Tanz, Verlosung, Maskenball, Theaterspiel, Couplets und Sketchen sowie Familienfeste, Waldausflüge und Winzerfeste, die als willkommene Abwechslung vom dörflichen Alltag gern besucht wurden. Aber auch derjenigen wird gedacht, die an solchen Festlichkeiten nicht teilnehmen können, nämlich der Kranken in der Hachener MS-Klinik. Ihnen brachten die Sänger seit 1976 oft ein kleines Konzert ins Haus. Einige Jahre veranstaltete der Chor regelmäßig am 1. Mai ein Dorffest für die ganze Gemeinde. Leider wurde dies Fest aufgegeben, da Arbeitsaufwand  und Erfolg nicht zusammenpassten.
Rolle des Vereins im dörflichen Leben
Zu den übrigen Vereinen des Dorfes pflegen die Sänger durchweg gute Kontakte.  Wegen der gemeinsamen Pflege der Musik ist daher zuerst der Musikverein  zu nennen, zu dem von Anfang an enge Beziehungen bestanden. Man engagierte sie zu  musikalischen Theateraufführungen, zur Festmusik sowie einfach zur unterhaltsamen Begleitung,  wenn man sich per Pferdefuhrwerk zu einem auswärtigen Sängerfest begab. Außerdem unternahm man gemeinsame Ausflüge und pflegte auch miteinander die Geselligkeit.  Nach dem 2. Weltkrieg wurde diese Zusammenarbeit noch intensiver durch die gemeinsame  Veranstaltung der regelmäßigen Karnevalsfeiern und Konzerte. Weniger Berührungspunkte gibt es mit dem Schützenverein, dem ja auch fast alle Sänger  angehör(t)en. Aber ein Kuriosum soll nicht unerwähnt bleiben.  1892 lehnten die Sänger die Teilnahme an einem Gesangwettstreit in Hüsten ab, da dieser auf den Termin des Schützenfestes fiel. Diese Loyalität erfuhr ihre Belohnung, als der  Schützenverein bei einer neuerlichen Terminkollision im Jahre 1900 sein Hauptfest verlegte. Zu allen Zeiten stellte der Schützenverein den Sängern seine Räumlichkeiten für musikalische  Veranstaltungen in größerem Rahmen zur Verfügung.  Aber auch der Gesangverein unterstützte  die Schützen nach Kräften. 1948 stifteten die Sänger 3500 Mark aus der Vereinskasse für den Bau der Schützenhalle und halfen auch mit Hacken und Schüppen mit.  Auch an Dorffesten wirkten sie mit, deren Erlöse für die Gestaltung der Schützenhalle bestimmt  waren. Mit den Sportlern sind die Kontakte geringer. Sie stellten in den Kriegsjahren einige Schauspieler,  damit der Betrieb des Theaterspiels durch den dezimierten Gesangverein aufrechterhalten  werden konnte. Enger ist da schon die Beziehung zum jüngsten Mitglied der Hachener Vereinsfamilie, dem  Frauenchor. Er wurde vornehmlich von Frauen aktiver Sänger im Jahre 1979 gegründet und  durch denselben Dirigenten geleitet. Dies ermöglicht einerseits gemeinsame Auftritte bei  besonderen Gelegenheiten, und andererseits unterstützt ein Verein den anderen bei seinen Konzerten und  Festen. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auch die gegenseitige Hilfe zwischen  Männerchor, Frauenchor, SGV und Kolpingverein, die einander auf ihren jeweiligen Festen zur Hand gingen. Mit dem Musikverein wurden bis in die jüngere Vergangenheit  Herbstkonzerte und mit dem SGV das Waldfest veranstaltet.
Verhältnis zu den anderen Vereinen des Dorfes
Zum Leben eines Gesangvereins gehörten zu allen Zeiten die Durchführung eigener sowie der Besuch auswärtiger Sängerfeste.  Dabei ergaben sich natürlich Kontakte und Freundschaften zu anderen Gesangvereinen, die teilweise über Jahrzehnte währten.  Soweit die Protokolle vollständig sind, knüpfte der Hachener Chor die ersten Sängerfestkontakte im hiesigen Raum zu Cäcilia Sundern (1889), Liederkranz Hüsten (1890), Cäcilia Neheim (1891), Liedertafel Freienohl (1894), Cäcilia Allendorf (1905), Harmonie Müschede (1908), Westfalia Langscheid (1911), Endorf(1912), Sauerlandia Wennigloh (1913), Westfalia Neheim (1913) und Concordia Hüsten (1914).  Einige dieser Vereine waren allerdings schon vorher in Hachen zu Gast:  Müschede, Langscheid und Wennigloh (1888) sowie Cäcilia Sundern, Stockum, Endorf, Langscheid, Balve, Amicitia Garbeck, Cäcilia Holzen, Cäcilia Hövel, Akkordia Herdringen, Westfalia Neheim, Liederkranz und Concordia Hüsten, Eintracht Bruchhausen, Müschede und Sauerlandia Wennigloh, die das 5. Stiftungsfest der Hachener Sänger im Jahre 1889 besuchten.  Zu vielen dieser Nachbarvereine entwickelten sich freundschaftliche Beziehungen,  die oft durch gemeinsame Chorleiter noch intensiviert wurden und in gegenseitiger  Unterstützung bei Konzertveranstaltungen und erfolgreichen gemeinsamen Auftritten  ihren Ausdruck fanden.
Alte Verbindungen
Höhepunkte des Vereinslebens
Zu allen Zeiten des Vereinslebens gab es Feste und Veranstaltungen, von denen die Sänger ihrer Zeit  behaupteten, sie seien Höhepunkte gewesen, Marksteine in der Geschichte des Vereins.  Dazu zählen neben einigen Gesangwettstreiten in den ersten 25 Jahren der Vereinsgeschichte sicher folgende Begebenheiten, wobei diese Auflistung nur einen Teil der umfangreichen Veranstaltungen und  Aktivitäten darstellt:  1889: 5. Stiftungsfest mit 16 Gastvereinen 1909: 25. Stiftungsfest mit 18 Gastvereinen, Weihe der zweiten Fahne 1924: 40. Stiftungsfest mit 9 Vereinen 1926: Gesangwettstreit in Sundern: 1. Klassen- und 1. Ehrenpreis (Dirigent: Klauke) 1927: Gesangwettstreit in Stockum: 1. Klassen-, 1. Ehren- und Höchstpreis (Dirigent: Tolle) 1928: Kritiksingen in Neheim, ausgezeichnete Beurteilung durch Karl Kämpf (Dirigent: Tolle) 1928: Gesangwettstreit in Balve, ein erster und ein zweiter Preis sowie Höchstpreis (Dirigent: Tolle) 1929: Gesangwettstreit in Sundern, ein erster, ein zweiter Preis, Dirigentenpreis um einen Punkt verfehlt (Dirigent: Tolle) 1929: Ausrichtung eines eigenen Gesangwettstreites mit 20 Vereinen in fünf Klassen 1931: Erfolgreiche Teilnahme an Gesangwettstreiten in Bruchhausen und Langscheid (Dirigent: Tolle) 1932: Erfolgreiches Abschneiden auf einem Gesangwettstreit in Hüsten (Dirigent: Tolle) 1934: 50. Stiftungsfest 1937: Erfolgreiche Teilnahme am Gesangwettstreit in Neheim (Dirigent: Tolle) 1947: Gesangwettstreit in Neheim: 1. Klassen-, Hauptehrenpreis, Höchst- und Dirigentenpreis (Dirigent: Tolle) 1949: 65. Stiftungsfest, Weihe der, dritten Vereinsfahne 1950: Erringung nahezu aller ersten Preise auf einem Gesangwettstreit in Bad Berleburg (Dirigent: Tolle) 1959: Glanzvolle Feier des 75. Stiftungsfestes "Fest der 1000 Sänger", Dr. Heinrich Lübke wird Ehrenmitglied des Vereins 1959: 1. Rundfunkständchen von Eintracht Hachen/Cäcilia Sundern zur Amtseinführung des Bundespräsidenten Dr. Heinrich Lübke (Dirigent: Tolle) 1960: 2. Rundfunkständchen zum Geburtstag des Bundespräsidenten am 14.10. (Dirigent: Tolle) 1961: 3. Geburtstagsständchen (Dirigent: Tolle) 1962: Einladung an die Sänger beider Vereine zur Geburtstagsfeier mit Dr. Heinrich Lübke und seiner Frau in der Hachener Schützenhalle, verbunden mit dem 4. Ständchen (Dirigent: Tolle) 1962: Teilnahme am Bundessängerfest in Essen (Dirigent: Tolle) 1963: 5. Rundfunkständchen f. d. Bundespräsidenten (Dirigent: Tolle) 1964: 80. Stiftungsfest mit dem Bundespräsidenten und seiner Gattin  1965: 6. Rundfunkständchen (Dirigent: Tolle) 1966: Besuch und Ständchen der Chorgemeinschaft im Amtssitz des Bundespräsidenten (Dirigent: Tolle) 1968: 8. Ständchen der Chorgemeinschaft in Bonn (Dirigent: Tolle) 1976: Teilnahme am 17. Chorfest des DSB in Berlin (Dirigent: Niehaus) 1978: Kreisleistungssingen in Plettenberg (Dirigent: Niehaus) 1979: Bezirksleistungssingen in Wickede (Dirigent: Niehaus) 1980: Erringung des Meisterchortitels in Neheim (Dirigent: Niehaus) 1983: Teilnahme am Konzert anlässlich der zentralen Verleihung der Zelter- u. Pro-Musica-Plaketten in Neheim (Dirigent: Niehaus) 1984: Karnevalsfeier gemeinsam mit dem Musikverein Jubiläumskonzert mit der "Berliner Liedertafel", dem "1. Kölner Akkordeonorchester", dem Frauenchor Hachen und dem MGV Liederkranz Hüsten. Verleihung der Zelterplakete durch den NRW-Kultusminister Hans Schwier. Singen beim Festakt zur Einweihung der Willi-Weyer-Sportschule. 1985: Beim Bundesleistungssingen in Hagen erringt der Chor zum 2. Mal den Titel Meisterchor Großes Herbstkonzert gemeinsam mit dem Musikverein Hachen und dem Frauenchor Hachen. 1986: Konzert mit dem MGV Concordia Amsberg und Günter Wewel im Sauerlandtheater. Mitwirkung beim Festakt zum 50-jährigen Bestehen des Sänger- kreises Arnsberg im Sauerlandtheater. 1987: Waldfest gemeinsam mit dem SGV in der Flasket-Hütte. Chorreise in das Elsaß mit dem Höhepunkt der Messgestaltung im Straßburger Münster mit rund 2000 Besuchern. 1988: Mitgestaltung des Kommersabends der Schützenbruderschaft Hachen anlässlich des 325-jährigen Bestehens. Meisterliches Herbstkonzert mit befreundeten Chören und Dr. Werner Hümmeke (Bariton) und Hiltrud Siebert (Sopran). 1989: Freundschaftssingen mit insgesamt 28 Chören an zwei Tagen aus Anlass des lO5-jährigen Bestehens des Männerchores. 1990: Großes Herbstkonzert gemeinsam mit dem Frauenchor und dem Musikverein Hachen. 1991: Teilnahme am Kommersabend des Musikvereins Hachen anlässlich des 100-jährigen Bestehens. Tagesauflug nach Bielefeld und Bad Salzuflen mit Messgestaltung in St. Jodukus, Bielefeld und Kurkonzert in Bad Salzuflen. Konzertreise nach Zutphen (Holland) anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Männerchores "Ijsse1zangers" . 1992: Beim Bundesleistungssingen in Stolberg erringt der Chor zum 3. Mal den Titel Meisterchor. Tagesausflug nach Hamm-Heessen mit Gestaltung der Schützen- Messe und Darbietung in der Festhalle. Großes Herbstkonzert mit Musikverein und Frauenchor. 1993: Mitgestaltung der evangelischen Bibelwoche in Langscheid. 1994: Jubiläumskonzert 110 Jahre Männerchor mit dem Westfälischen Hornquartett, den Ijsselzangers aus Holland und dem Frauenchor. 1995: Herbstkonzert "Romantische Raritäten" mit Liederkranz Höingen, MGV Cäcilia Westönnen und dem Westfälischen Hornquartett. 1996: Konzert "Unvergessene Schlager der 20er und 30er Jahre". Durchgeführt in Westönnen und in Hachen unter Beteiligung von: Männerchor Eintracht Hachen, Cäcilia Westönnen, Liederkranz Höingen, Junger Chor Musikschule Werl, Salon-Orchester Lünen 1997: Beim Bundesleistungssingen in Attendorn erringt der Chor zum 4. Mal den Titel Meisterchor. Chorreise nach Waldkirchen im Bayrischen Wald mit dem Höhepunkt der Messgestaltung in Bad Füssing. Vorweihnachtliches Konzert in Wallfahrtsbasilika Werl. 1998: Solisten- und Chorkonzert "Schubertiade" in Hachen und Westönnen. Konzert in der Propsteikirche und Wallfahrtsbasilika Werl. 1999: Tagesausflug mit Messgestaltung in Hövelhof und Besuch des Frei- lichtmuseums in Detmold. Messgestaltung der Diözesan-Wallfahrt der Kranken und Behinderten des Malteserhilfsdienstes mit Erzbischof Degenhardt. Reise nach Holland mit Teilnahme an der Gesangsgala der "Ijsselzangers" im Hansehof von Zutphen. 2000: Zweitägiges Sängerfest zum 115-jährigen des Männerchors. Darbietung der "Duitsken Misse" von Georg Nellius in St. Johannes Neheim mit Cäcilia Westönnen und Dortmunder Rohrbläsern. Herbstkonzert in Hachen mit den Ijsselzangers aus Zutphen, Cäcilia Westönnen, Jana und Alfred Stern und Anja Bräutigam. Solisten- und Chorkonzert in Westönnen, "Balladen und Novellen, Tänze und Reigen", gemeinsam mit Cäcilia Westönnen, Junger Chor der Musikschule Werl und Jana und Alfred Stern. 2001: "Duitske Misse" von Georg Nellius im plattdeutsch gehaltenen Gottesdienst in Fredeburg an1ässlich des 50. Todestages von Christine Koch gemeinsam mit Cäcilia Westönnen und den Dortmunder Rohrbläsern. Messgestaltung mit "Duitske Misse" von Georg Nellius in Sankt Johannes, Sundern anlässlich der Generalversammlung des Sauerländer Heimatbundes. Messgestaltung mit "Duitske Misse" von Georg Nellius in der Wallfahrtsbasilika Werl bei der Kranken- und Behindertenwallfahrt. Große Chorreise nach Riesa und Dresden. 2002: Zum 5. Mal wird in Soest der Titel "Meisterchor" errungen. Messgestaltung in der Wallfahrtsbasilika Werl bei der Kranken- und Behindertenwallfahrt. Konzert mit geistlicher Musik in der Propsteikirche Werl. 2003: Chorkonzert "Romantische Raritäten" mit dem Mädchenchor "Ulmer Spatzen". Chorreise nach Bad Sobernheim. 2004: Chorkonzert "Tanz- und Folklore in der Chormusik" in Hachen, unter Mitwirkung des Konzertchores Riesa. 2005: Konzertreise nach Zutphen in Holland. Gestaltung des Pontifikalamtes anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Kolpingsfamilie Hachen. Advents- und Weihnachtskonzert gemeinsam mit dem neu gegründeten Kinderchor. 2006: Chorreise nach Marktheidenfeld. Singen zum Advent gemeinsam mit dem Kinderchor in der Hachener Kirche. 2007: Musik zum Advent mit Männerchor und dem gemischten Chor (als Projektchor des Männerchores) in der Hachener Kirche. 2008: Gestaltung des Gottesdienstes zum 75 jährigen Bestehen des SGV. Musik zum Advent mit Männerchor und dem gemischten Chor in der Hachener Kirche. 2009: Chorleiterwechsel: Oksana Kilian übernimmt die Leitung. Teilnahme bei der Eröffnung der neuen Sorpepromenade im Gemeinschaftschor mit Westfalia Langscheid, MGV Stockum, Sängerlust Sundern und Eintracht Hachen. 2010: Chorkonzert “Slawische Nacht” mit Ljudmila Kaminskaja -Sopran- und   Elena Bolotova -Klavier- , geleitet von Oksana Kilian. Der Männerchor    Eintracht Hachen und der Gemischte Chor Hachen feiern mit diesem   Konzert in der Hachener Schützenhalle Triumpfe.